Warum sich eine Grippe so leicht in Krankenhäusern verbreitet

Warum sich eine Grippe so leicht in Krankenhäusern verbreitet

Ein Spitalsaufenthalt ist bestenfalls abschreckend. Aber wenn Sie das Pech haben, während eines Grippeausbruchs ins Spital zu kommen, fühlen Sie sich vielleicht einsam – besonders, wenn Sie selbst die Grippe haben oder bekommen.

Sehen wir uns an, wie die Grippe sich von einem Menschen zum nächsten ausbreitet, und was das bedeutet, falls Sie jemals mit Grippe ins Spital kommen. 

Wie sich die Grippe verbreitet

Das Grippevirus ist hochansteckend (1). Jeder Infizierte kann es leicht durch Husten oder Niesen auf Sie übertragen (1). Wenn sie ihren Mund und ihre Nase nicht bedecken, können Tröpfchen von ihnen Sie infizieren, falls Sie weniger als zwei Meter entfernt sind (2).

Sie können Sie auch bekommen, wenn Sie eine kontaminierte Fläche und danach Ihren Mund, Ihre Nase oder die Umgebung Ihrer Augen berühren (3). Das Virus kann immerhin auf einer weichen Fläche ca. 20 Minuten, auf einer harten Fläche bis zu 24 Stunden überleben (1).

Die kleineren vom Husten oder Niesen einer infizierten Person stammenden Partikel können länger in der Luft schweben als größere Tröpfchen (4). Sie könnten Sie einatmen und eine ernstere Grippeattacke erleiden (4).  

Schließlich können je nach Virenstamm sämtliche Körperflüssigkeiten eines an Grippe Erkrankten ansteckend sein (5). Das Grippevirus wurde aber nur sehr selten im Blut oder Stuhl eines Patienten mit Grippe nachgewiesen (5).

Im Spital verbreitet sich die Grippe leicht

Warum verbreitet sich die Grippe im Spital so leicht?

Zunächst einmal machen die unterschiedlichen Verbreitungswege der Grippe bevölkerte Zonen (5) – einschließlich Spitäler – zu einer idealen Umgebung für ihre Verbreitung.

Einrichtungen der Krankenpflege sind logischerweise auch Orte, wo man mehr Menschen mit Grippe findet als anderswo. Schließlich brauchen infizierte Personen während der Grippesaison einen Spitalsaufenthalt aus dem einfachen Grund, dass sich infolge der Grippe Komplikationen einstellen oder einstellen können. Mit ihrem Husten, Niesen, ihren laufenden Nasen und anderen Symptomen (6) können diese Patienten die Grippe in einem betriebsamen Spital auf jedem der oben genannten Wege rasch verbreiten.

Aber es sind nicht nur die Patienten, die die Grippe verbreiten können. Auch die zahlreichen Besucher, die ihre Lieben während des Spitalsaufenthalts sehen möchten, können unwissentlich die Grippe ins volle Spital bringen. Die Spitäler ersuchen ihre Besucher zwar, nicht mit Grippesymptomen jeglicher Art zu kommen (3), aber die meisten gesunden Erwachsenen können andere Personen infizieren, bevor sie selbst Symptome entwickeln (7). Personen können mit dem Grippevirus auch infiziert sein, ohne irgendwelche Symptome zu zeigen (7).

Dasselbe gilt für die hochbeschäftigten Krankenpfleger, Ärzte und Therapeuten (5). Mit den meist asymptomatischen (10), symptomfreien oder unbemerkten Grippeinfektionen können sie ebenfalls die Grippe verbreiten.

Schützen Sie sich vor der Grippe

Es gibt ein paar einfache Schritte, mit denen Sie sich vor der Grippe schützen können:

  • Meiden Sie näheren Kontakt mit erkrankten Personen (9).
  • Waschen Sie häufig die Hände mit Wasser und Seife (9).
  • Vermeiden Sie, Ihre Augen, Ihre Nase oder Ihren Mund zu berühren (9).
  • Reinigen Sie alle harten Oberflächen, die regelmäßig berührt werden (1).

Es gibt einige weitere Schritte, um die Sie erkrankte Familienmitglieder bitten können, um die Grippe aufzuhalten. Bitten Sie sie:

  • Mund und Nase zu bedecken, wenn sie husten oder niesen (1).
  • Ein Papiertaschentuch zu verwenden und es rasch und sorgfältig zu entsorgen (1).
  • Ihre Schlafräume zeitweilig zu lüften (8).

Und, falls Sie nicht mit Ihnen zusammen leben, bitten Sie Familienmitglieder und Freunde, während einer Erkrankung fernzubleiben (7).

Extra-Vorkehrungen während des Spitalsaufenthalts

Wenn Sie ausgerechnet während der Grippesaison im Spital sind, so wird wahrscheinlich das Spital einige Extra-Vorkehrungen zur Vermeidung der Grippeausbreitung treffen – besonders während eines Ausbruchs. Diese könnten sein:

  • Untersuchung ankommender Patienten auf Grippesymptome (5)
  • Reinigung von Geräten nach der Verwendung (3)
  • Reinhaltung der Umgebung (3)
  • Anbieten von Informationen über Grippevorbeugung im Spitalsbereich (5)
  • Minimierung der Besuche (3)
  • Vermeiden von Besuch durch Kinder und Personen mit grippeähnlichen Symptomen (3)

Und falls Sie das Pech haben, selbst mit Grippe im Spital zu sein oder dort Grippe zu bekommen, kann es sein:

  • Dass das Spital Sie in ein Einzelzimmer oder in ein Krankenzimmer mit anderen Grippepatienten verlegt (3).
  • Dass das Personal bei Kontakt mit Ihnen Handschuhe, Schürzen und Gesichtsmasken trägt (3).
  • Dass Sie ersucht werden, bei Röntgenaufnahmen oder anderen Untersuchungen eine Gesichtsmaske zu tragen (3).
  • Dass Sie andere Patienten oder andere Spitalsbereiche nicht besuchen dürfen (3).
  • Dass Ihre Besucher einen Mundschutz tragen müssen (3).

Niemand ist gerne im Spital, aber ein Aufenthalt mit Grippe kann ganz besonders unangenehm sein. Abgeschieden von den anderen Patienten, isoliert vom medizinischen Personal in Schutzkleidung und mit eingeschränkten Besuchen von Familie und Freunden kann es eine sehr einsame Zeit werden.

Bleiben Sie dem Spital fern. Schützen Sie sich vor der Grippe.


Sources
(1) https://www.thh.nhs.uk/services/infection-control/
(2) https://ecdc.europa.eu/en/seasonal-influenza/facts/factsheet
(3) https://www.thh.nhs.uk/documents/_Patients/PatientLeaflets/infectioncontrol/PIID162-Flu_Factsheet-Nov13.pdf
(4) http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0015/330225/LTCF-best-practice-guidance.pdf
(5) https://www.cdc.gov/flu/professionals/infectioncontrol/healthcaresettings.htm
(6) http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs211/en/
(7) https://www.cdc.gov/flu/about/disease/spread.htm
(8) http://www.swbh.nhs.uk/wp-content/uploads/2012/07/Influenza-flu-ML4500.pdf
(9) https://ecdc.europa.eu/en/seasonal-influenza/prevention-and-control/personal-protective-measures
(10) http://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(14)70034-7/fulltext

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